Radtouren mit Bärbel und Ihren sportlichen Freunden.

Einführungstour (warmup) am 20.06.19  von Salchendorf, Simmelsbach (360ü.N.N.) aus, über die Gernsdorfer Höhe in Richtung „Rothaarsteig“, Hainchener Höhe, Kaffeebuche, Jagdberg…..

Nach knapp 6km sind wir auf dem Rothaarsteig angekommen und setzen die Fahrt nach Erreichen der Fernwanderwegs in Richtung „Hainchener Höhe“ fort. Unter Beobachtung des Regenradars und dem fernen Grollen eines Gewitters, überquerten wir die L729, die Verbindungsstraße zwischen NRW und Hessen.

Als nächstes Zwischenziel nehmen wir und den Jagdberg (676ü.N.N.) vor. Der von hier aus in etwa in etwas 5,3km zu erreichen gewesen wäre, wenn da nicht das Gewittergrollen und die dunklen Wolken gewesen wären!  

Diese sind doch letztendlich schneller als wir und verfolgen uns. Nahe der „Kaffeebuche“ beschließen wir aus Sicherheitsgründen den Höhenzug zu verlassen und begeben uns bergab in Richtung Hainchen. Als wir den „Geiersgrund“(vorm Eichhölzchen) erreichen, beginnt es zu regnen.

Wir fahren auf dem direkten Weg nach Werthenbach, verlassen dort die Hauptstraße und nutzen den Radweg am Helgersdorfer Friedhof vorbei in Richtung Sachendorf, zurück zur „Basis“ Simmelsbach 7.

Alles in allem: Eine trotz des Wetters gelungene Kennenlern- und Einführungsrunde, die allen Spaß gemacht hat. Widrige Witterungsbedingungen gehören eben zu Biken dazu, so wie steile Anstiege, Pannen, tolle Aussichtsmomente und flowige Trailpassagen.

Nach dem technischen Dienst an Mensch und Sportgerät ließ die Gruppe den Tag ausklingen.

Biketour 21.06.2019

Die Einführungstour haben alle ohne „besondere Vorkommnisse“ überstanden und sind morgens um 10:00Uhr hoch motiviert, um die nächste Herausforderung zu meistern. Gut gestärkt vom Frühstück starten wir in Richtung Dorfmitte. Durch die Felder geht’s in nach Deuz. Ab hier nutzen wir den Radweg nach Netphen.

Dieser Radweg führt durch die schönen Siegauen. In Netphen angekommen, radeln wir in Richtung Frohnhausen, quer durch den Ort. Die Gruppe  biegt in die Burggrabenstraße ab, um den Höhenzug zu erreichen, der parallel zur Frohnhausener Straße führt. Oben angekommen machen wir den ersten Halt. Wir befinden uns hier auf dem „Keltenweg“ einem bekannten Themenwanderweg, der an vielen Stellen die Stationen der Kelten widerspiegelt, die noch in der heutigen Zeit erkennbar sind oder anhand von Schautafeln dem Wanderer/Radler erklärt werden.

Nach einigen Kilometern verlassen wir den Keltenpfad und fahren bergab nach

Ruckersfeld, wo die Landwirte mit der Heuernte beschäftigt sind. Wir durchqueren den Ort und fahren in Richtung Herzhausen. Kurz nach Verlassen des Dorfes biegen wir nach rechts in den Wald ab. Von nun an geht es bergauf in Richtung „Kronprinzeneiche“.

Wir befahren einen wunderschönen Waldweg, der oberhalb der Ortschaft Grund am Berg entlang führt. An der Kronprinzeneiche angekommen, überqueren wir die B62 und fahren weiter (ca. 1km) bergauf durch den Wald in einen uralten Hohlweg ein, der bis zur „Ginsberger Heide“  führt.

Von hier aus fahren wir einer Grillhütte vorbei durch eine Senke zu unserem nächsten Ziel,- die Ginsburg! Eine alte Burgruine, die früher von einem Raubritter namens „Hans Hübner“ regiert wurde. Heute sind diese Zeiten längst vergangen, aber nicht vergessen.

In unmittelbarer Nähe des Burgfrieds befindet sich die „Ginsburgstube“, wo wird zur Rast einkehren. Die Bewirtung,  mit einfachen aber sehr leckeren Gerichten stärken jedermann/frau mit liebevoll zubereiteten „Leckerbissen“.

Nach den essen und einer ausgiebigen Ruhezeit inclusive Burgfriedbesichtigung, geht’s weiter am Gillersportfeld vorbei hoch zum Aussichtsturm am Giller, wo die herrliche Aussicht vielen Bikern genossen wird.

Von hier aus treten wir die Heimfahrt in Richtung Siedlung Lützel an. Weiter fahren wir am Berg entlang zur „Krämer Wiese“. Dieser Weg beinhaltet nochmals einen knackigen Anstieg (60hm auf 300m Wegstrecke), der aber von allen gemeistert wird. Am Abzweig Richtung Forsthaus Hohenroth, entscheiden wir uns 220hm bergab zur Obernau Talsperre zu fahren.

Wir überfahren die Staumauer und biegen an der Restaurant Heinrichshöhe nach links ab. Die Gruppe hat nun wieder einen Anstieg zu bezwingen, der uns in Richtung Beienbach führt. Wir durchqueren den Ort und nehmen uns den nächsten Anstieg vor, auf die Beienbacher Höhe. Hier lagern zur Zeitviele hundert Menschen in Zelten, die das „Freak- Valley- Festival“ besuchen.

Dann nochmals einen „zweitletzten Anstieg von ca. 50hm und schon sehen wir Deuz von oben. Die Abfahrt in den Ort führt uns durch ein Neubaugebiet. Am Naturfreibad vorbei erreichen wir nach 48,18 km und 972hm unseren Ausgangspunkt, das „Gästehaus zum Rothaarsteig“. Geschafft und glücklich lassen sich alle Biker das erste Bier nach einer abwechslungsreichen Tour von ca. acht Stunden gut schmecken.

Biketour 22.06.2019

Heute starten wir eine halbe Stunde früher und fahren einführend den gleichen Weg wie in der gestrigen Tour zur Salchendorfer Höhe. Das Einatmen der morgendlichen Waldluft ist sehr angenehm und motiviert die Lungen, die anstehende Tour locker zu bewältigen. Der Höhenweg zeigt schon annähernd tolle Ausblicke über die Höhenzüge des Werthe-und Siegtals. Wir radeln weiter in Richtung „Modellflugplatz“, wo uns plötzlich… die erste Panne heimsucht… einen Platten!

Mit „helfenden und weisen Sprüchen“ war der Platte im Handumdrehen behoben. Das man sich gegenseitig unterstützt ist unter Bikern selbstverständlich.

Überwiegend führt die Route durch bewaldetes Gebiet. Kurze Weideabschnitte lassen die Blicke in die grünen Täler Richtung Gernsdorf schweifen. Oberhalb des Ortes überqueren wir die Landstraße in Richtung „Rothaarsteig“. Weiter geht es durch abwechslungsreiche Wald- und Feldkulturlandschaft. Rauf und runter, eben typisch Siegerland.

Die Anstiege sind gut zu bewältigen. Rudersdorf und Wilgersdorf lassen wir seitlich liegen und biken auf festem Weg an einer Wacholderheide vorbei hoch zum Rothaarsteig. Auf dem Höhenzug angekommen, leisten wir uns einen kurzen Abstecher zum Schauhauberg. Dieser zeigt, die Menschen im Siegerland den Wald bewirtschaften und die Ressourcen des Waldes nutzen.

Nach ca.1km kommen wir auf dem Rothaarsteig an einem alten Steinbruch vorbei, der von allen Bikern bestaunt wird, da er von den damaligen Handwerkern tief in den Boden getrieben wurde und jetzt mit einem Holzzaun zum Schutz gegen Absturz gesichert wird. Echt beeindruckend, wozu die Menschen damals in der Lage waren und so ihre Spuren hinterließen, die wir heute noch bestaunen dürfen.

Vom Steinbruch aus fahren wir entlang des Rothaarsteiges weiter in Richtung „Hainchener Höhe“. Nach ca. 300m biegen wir links ab, denn wir möchten uns nicht die Aussichtsplattform der „Tiefenrother Höhe“ entgehen lassen. Aufgrund der tollen erhabenen Lage hat man von hier aus einen grandiosen Ausblick über das Siegerland bis weit ins Bergische Land! Jeder Biker bekommt bei dieser Tour tolle und bleibende Eindrücke, an die man sich noch lange erinnern kann. Ein Gruppenfoto ist vor dieser natürlichen Kulisse selbstverständlich.